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    Start » Wintermodus Wärmepumpe: Was sich im Betrieb wirklich ändert
    Betrieb

    Wintermodus Wärmepumpe: Was sich im Betrieb wirklich ändert

    SebastianBy Sebastian19. Januar 2026Keine Kommentare11 Mins Read9 Views
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    Wenn die Temperaturen fallen, verändert sich nicht nur das Wetter – es verändert sich auch das Arbeitsprofil Ihrer Heizung. Genau hier setzt der Wintermodus Wärmepumpe an: Er ist weniger ein „Knopf für kalte Tage“ als vielmehr eine Betriebslogik, die Regelung, Hydraulik und Komfortziele an die härteren Randbedingungen anpasst. Im Sommer läuft die Anlage häufig in einem ruhigen Rhythmus: Warmwasser, gelegentliches Nachheizen, moderate Vorlauftemperaturen. Im Winter dagegen muss die Wärmepumpe dauerhaft und verlässlich Wärme liefern, oft bei höherem Temperaturhub und mit deutlich mehr Takt- und Lastwechseln. Viele Betreiber merken das an Kleinigkeiten: längere Laufzeiten, häufigere Abtauphasen, spürbar andere Geräusche oder eine Stromrechnung, die stärker schwankt als erwartet.

    Der Wintermodus Wärmepumpe entscheidet maßgeblich darüber, ob die Anlage effizient durch die Heizsaison kommt oder ob sie unnötig Energie verbrennt. Besonders wichtig: Im Winter wirken sich kleine Einstellungsfehler stärker aus als in der Übergangszeit. Eine zu steile Heizkurve, ungünstige Zeitprogramme oder ein zu früh aktivierter Heizstab können den Verbrauch über Wochen „hochziehen“, ohne dass der Komfort merklich steigt. Umgekehrt kann eine gut abgestimmte Winterstrategie dafür sorgen, dass Räume gleichmäßig warm werden, Abtauvorgänge seltener stören und die Effizienz auch bei Frost stabil bleibt.

    In diesem Artikel erfahren Sie, was sich im Wintermodus Wärmepumpe technisch und praktisch ändert – und wie Sie die entscheidenden Stellschrauben so setzen, dass Komfort und Wirtschaftlichkeit zusammenpassen.


    Table of Contents

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    • Wintermodus Wärmepumpe: Was genau wird umgestellt?
    • Wintermodus Wärmepumpe und Heizkurve: Warum jetzt die Feineinstellung zählt
    • Wintermodus Wärmepumpe bei Frost: Abtauung, Vereisung und was Sie daran erkennen
    • Wintermodus Wärmepumpe und Warmwasser: Prioritäten, Komfort und typische Stolperfallen
    • Wintermodus Wärmepumpe und Stromverbrauch: Wo Effizienz gewonnen oder verloren wird
    • Wintermodus Wärmepumpe in der Praxis: Geräusche, Aufstellung, Frostschutz und Hydraulik
    • Wintermodus Wärmepumpe: Schnell-Check und typische Fehlerbilder (mit Lösungen)
    • Fazit: Wintermodus Wärmepumpe richtig nutzen und entspannt durch die Heizsaison kommen

    Wintermodus Wärmepumpe: Was genau wird umgestellt?

    Der Wintermodus Wärmepumpe bündelt mehrere Anpassungen, die je nach Hersteller und Systemtyp unterschiedlich umgesetzt werden. Im Kern geht es um Prioritäten: In der Heizsaison steht Raumwärme im Vordergrund, Warmwasser läuft „mit“, und die Regelung reagiert sensibler auf Außentemperatur, Windchill-Effekte und Wärmeverluste. Technisch bedeutet das: längere Verdichterlaufzeiten, ein anderes Pumpenmanagement, angepasste Sollwerte und – bei Luft/Wasser-Systemen – eine klarere Logik für Abtau- und Vereisungsphasen.

    Typische Umstellungen im Wintermodus Wärmepumpe sind:

    • Heizbetrieb dominant: Die Regelung hält die Gebäudeheizung stabil, oft mit höherer Vorlauftemperatur, um Wärmeverluste auszugleichen.
    • Heizkurve und Regelparameter aktiv: Die Heizkurve wird zur zentralen Stellgröße; Raumthermostate sollten nur fein korrigieren, nicht „gegenregeln“.
    • Abtau-Management (v. a. Luft/Wasser): Je kälter und feuchter, desto häufiger kann Eis am Verdampfer entstehen. Der Wintermodus sorgt dafür, dass Abtauzyklen bedarfsgerecht eingeleitet werden.
    • Bivalenz/Heizstab-Strategie: Viele Anlagen definieren, ab wann ein elektrischer Zuheizer unterstützen darf – sinnvoll als Sicherheit, teuer als Dauerlösung.
    • Frostschutz: Pumpenlaufzeiten, Mindesttemperaturen und Ventilstellungen werden so gewählt, dass Leitungen und Wärmetauscher nicht einfrieren.

    Wichtig ist: Der Wintermodus Wärmepumpe ist kein Garant für optimale Effizienz. Er ist ein Betriebsrahmen, der korrekt justiert werden muss – passend zu Gebäudehülle, Heizflächen (Fußbodenheizung vs. Heizkörper), Hydraulik und Nutzerverhalten. Wer die Logik versteht, erkennt schnell, warum der Winter „ehrlicher“ ist: Jede Unstimmigkeit in Einstellung oder Technik wird sofort sichtbar – in Komfortproblemen oder im Verbrauch.


    Wintermodus Wärmepumpe und Heizkurve: Warum jetzt die Feineinstellung zählt

    Im Wintermodus Wärmepumpe wird die Heizkurve zum Dreh- und Angelpunkt. Sie definiert, welche Vorlauftemperatur die Anlage bei welcher Außentemperatur bereitstellt. Im Winter steigt die Spreizung zwischen innen und außen; das Gebäude verliert mehr Wärme, und die Wärmepumpe muss stärker „arbeiten“. Eine zu hoch eingestellte Heizkurve führt dann nicht nur zu überheizten Räumen, sondern vor allem zu einem schlechteren Wirkungsgrad – weil höhere Vorlauftemperaturen den Verdichter stärker belasten. Eine zu niedrige Heizkurve wiederum sorgt für Untertemperaturen und hektische Nachregelung, die häufig in Heizstabeinsatz oder starkem Takten endet.

    So gehen Sie im Wintermodus Wärmepumpe systematisch vor, ohne Trial-and-Error im Minutentakt:

    1. Konstanz statt Sprünge: Halten Sie Raum-Sollwerte möglichst stabil. Große Nachtabsenkungen wirken bei Wärmepumpen oft kontraproduktiv, weil morgens hohe Vorlauftemperaturen nötig werden.
    2. Heizkurve schrittweise anpassen: Ändern Sie Neigung oder Niveau in kleinen Schritten und beobachten Sie 2–3 Tage, nicht 2–3 Stunden.
    3. Thermostatventile richtig nutzen: Viele halb geschlossene Heizkörperventile erzeugen unnötigen Durchflusswiderstand. Besser: Heizkurve passend einstellen, Ventile überwiegend offen, nur einzelne Räume leicht drosseln.
    4. Hydraulik im Blick: Eine ungünstige Durchflussverteilung kann dazu führen, dass einzelne Heizkreise „hungern“ und die Wärmepumpe deswegen zu hohe Temperaturen bereitstellt.

    Praxisbeispiel: Ein Einfamilienhaus mit Fußbodenheizung fühlt sich bei 21 °C Raumtemperatur im Winter „kühler“ an, wenn der Boden zu kalt bleibt. Viele erhöhen dann einfach den Raum-Sollwert oder die Vorlauftemperatur stark. Effizienter ist: Im Wintermodus Wärmepumpe die Heizkurve leicht anheben, gleichzeitig den Volumenstrom sicherstellen und die Regelung so beruhigen, dass lange, gleichmäßige Laufzeiten entstehen. Ergebnis: mehr Komfort, weniger Taktung, stabilere Effizienz.


    Wintermodus Wärmepumpe bei Frost: Abtauung, Vereisung und was Sie daran erkennen

    Gerade bei Luft/Wasser-Anlagen ist der Wintermodus Wärmepumpe in Frost- und Feuchtephasen besonders gefordert. Der Verdampfer im Außengerät entzieht der Umgebungsluft Wärme. Dabei kühlt die Oberfläche ab – oft unter den Taupunkt – und Feuchtigkeit kondensiert. Bei Temperaturen um oder unter 0 °C friert diese Feuchtigkeit als Eis an. Das ist normal, aber es muss kontrolliert abgetaut werden. Im Wintermodus wird die Anlage so gesteuert, dass die Vereisung nicht ausufert und der Wärmetauscher frei bleibt.

    Woran merken Sie, dass der Wintermodus Wärmepumpe in eine Abtauphase geht?

    • Die Wärmeabgabe an das Haus kann kurzzeitig sinken oder pausieren.
    • Der Verdichter läuft weiter, aber der Prozess „dreht“ sich – Wärme wird genutzt, um das Außengerät zu enteisen.
    • Es entsteht Kondenswasser, das ablaufen muss; bei Frost ist eine geeignete Ableitung entscheidend.

    Probleme entstehen weniger durch Abtauung an sich, sondern durch Rahmenbedingungen: schlechte Luftzirkulation, zu nahe Bepflanzung, ungünstige Aufstellung in Windschneisen oder ein verstopfter Luftweg. Dann kann die Anlage häufiger abtauen als nötig – und jeder Abtauvorgang kostet Energie. Zusätzlich kann ein falsch geführter Kondensatablauf zu Eisplatten führen, die den Luftstrom behindern oder mechanisch stören.

    Eine kurze Checkliste für den Wintermodus Wärmepumpe bei häufigen Abtauungen:

    • Ist das Außengerät frei von Laub, Schneewehen und Verwehungen?
    • Sind Zu- und Abluftbereiche ausreichend groß und nicht „eingekastelt“?
    • Läuft Kondensat kontrolliert ab (keine Eisbarriere direkt unter dem Gerät)?
    • Gibt es ungewöhnlich viele Abtauungen bei Temperaturen knapp über 0 °C (Hinweis auf Luftfeuchte, Standort oder Sensorik)?

    Wenn Abtauungen sehr häufig auftreten und gleichzeitig der Verbrauch deutlich steigt, lohnt sich eine genaue Betrachtung. Der Wintermodus Wärmepumpe soll Vereisung managen – nicht durch Dauerabtauung kompensieren, was Aufstellung oder Einstellungen verursachen.


    Wintermodus Wärmepumpe und Warmwasser: Prioritäten, Komfort und typische Stolperfallen

    Im Wintermodus Wärmepumpe verschieben sich die Prioritäten zwischen Raumheizung und Warmwasserbereitung. Viele Regelungen arbeiten mit einer Umschaltlogik: Entweder wird gerade geheizt oder Warmwasser erzeugt. Im Winter kann diese Umschaltung spürbarer werden, weil die Raumheizung kontinuierlicher gefordert ist. Wird Warmwasser zu häufig oder zu „hoch“ gefahren, entstehen längere Unterbrechungen im Heizbetrieb – das Haus kühlt minimal aus, die Regelung reagiert mit höherer Vorlauftemperatur, und die Effizienz leidet.

    Typische Stolperfallen im Wintermodus Wärmepumpe rund um Warmwasser:

    • Zu hohe Warmwassertemperatur: Jeder zusätzliche Grad erhöht den Temperaturhub. Das trifft Wärmepumpen stärker als klassische Kessel.
    • Unkluge Zeitfenster: Warmwasserbereitung in den kältesten Morgenstunden zwingt die Anlage in ungünstige Betriebsbereiche.
    • Zirkulationspumpe ohne Bedarf: Dauerzirkulation hält Leitungen warm – komfortabel, aber oft ein erheblicher Wärmeverlust, den die Wärmepumpe permanent nachliefern muss.
    • Legionellenprogramme: Periodische Hochtemperaturphasen sind sinnvoll, sollten aber zeitlich und energetisch bewusst eingeplant werden.

    Ein praxistauglicher Ansatz: Im Wintermodus Wärmepumpe Warmwasser auf ein bedarfsgerechtes Niveau einstellen und die Zeitprogramme so legen, dass die Anlage nicht gleichzeitig maximale Raumheizlast und Warmwasser-Spitzenlast stemmen muss. In Haushalten mit hohem Warmwasserbedarf kann ein ausreichend dimensionierter Speicher helfen, die Laufzeiten zu entkoppeln: Die Wärmepumpe lädt den Speicher effizient in längeren Zyklen, statt ständig kurz nachzuheizen.

    Auch wichtig: Wenn Sie Mischventile, Pufferspeicher oder komplexe Hydrauliken haben, sollten Warmwasser- und Heizkreisläufe sauber getrennt und korrekt geregelt sein. Der Wintermodus Wärmepumpe funktioniert am besten, wenn die Anlage klare Aufgaben bekommt und nicht ständig durch konkurrierende Sollwerte „hin- und hergezogen“ wird.


    Wintermodus Wärmepumpe und Stromverbrauch: Wo Effizienz gewonnen oder verloren wird

    Der Wintermodus Wärmepumpe ist die Saison der Wahrheit für Ihre Jahresarbeitszahl. In der Heizperiode läuft der Verdichter länger, der Temperaturhub ist größer, und ungünstige Betriebszustände treten häufiger auf. Trotzdem lässt sich viel optimieren – nicht durch „Tricks“, sondern durch saubere Betriebsbedingungen. Effizienz entsteht vor allem durch niedrige Vorlauftemperaturen, stabile Laufzeiten und gute Wärmeabnahme im Haus.

    Die größten Verbrauchstreiber im Wintermodus Wärmepumpe sind erfahrungsgemäß:

    • Zu hohe Vorlauftemperaturen durch falsche Heizkurve oder starke Nachtabsenkung
    • Taktbetrieb (häufiges An/Aus), oft verursacht durch geringe Wassermengen, falsche Pumpeneinstellungen oder übersteuernde Thermostate
    • Heizstab-Einsatz (Zuheizer), insbesondere wenn Bivalenzpunkt ungünstig gesetzt ist oder die Anlage „Komfortdefizite“ kompensieren muss
    • Schlechte Wärmeverteilung im Gebäude, z. B. unzureichender Durchfluss in Heizkreisen

    Zur Orientierung, was im Wintermodus Wärmepumpe typischerweise passiert, hilft eine kompakte Übersicht:

    BetriebsaspektWas im Wintermodus passiertWorauf Sie achten sollten
    Laufzeitenlänger und gleichmäßiger (ideal)lange Zyklen statt ständiges Takten
    Vorlaufsteigt bei Kälteso niedrig wie möglich, so hoch wie nötig
    Abtauunghäufiger bei Luft/Wasserfreie Luftwege, gutes Kondensatmanagement
    Zuheizerkann früher aktiv werdenBivalenzpunkt und Sperrzeiten prüfen
    Pumpenoft höherer Volumenstromhydraulisch sauber, keine „abgewürgten“ Kreise

    Praxis-Tipp: Messen Sie nicht nur den Monatsverbrauch, sondern beobachten Sie im Wintermodus Wärmepumpe auch die Betriebsstunden und Starts des Verdichters. Viele Starts bei kurzer Laufzeit sind ein Warnsignal. Effizienz ist im Winter nicht primär eine Frage der Außentemperatur – sondern eine Frage, wie ruhig und passend die Anlage durch diese Temperaturen geführt wird.


    Wintermodus Wärmepumpe in der Praxis: Geräusche, Aufstellung, Frostschutz und Hydraulik

    Viele Betreiber nehmen den Wintermodus Wärmepumpe nicht zuerst über Zahlen wahr, sondern über Alltagseffekte: Das Außengerät klingt anders, es bildet sich mehr Kondenswasser, und die Anlage läuft „sichtbarer“. Das ist grundsätzlich normal, weil Verdichter, Ventilator und Pumpen im Winter stärker gefordert sind. Dennoch lohnt sich ein prüfender Blick, denn manche Symptome deuten auf Optimierungsbedarf hin.

    Geräusche im Wintermodus Wärmepumpe entstehen häufig durch:

    • Höhere Ventilatorleistung bei kalter, dichter Luft und größerem Wärmebedarf
    • Abtauvorgänge, bei denen sich Strömungs- und Ventilstellungen ändern
    • Vibrationen durch Eisbildung oder ungünstige Montage (Resonanz, Schwingungsübertragung)

    Auch Frostschutz ist ein Kernthema: Nicht nur das Außengerät, sondern auch Leitungen, Kondensatabläufe und – bei bestimmten Systemen – der Sole- oder Wasserkreis müssen vor kritischen Temperaturen geschützt werden. Der Wintermodus Wärmepumpe aktiviert dafür häufig Mindestlaufzeiten oder Pumpenprogramme. Wenn aber die Hydraulik nicht sauber abgeglichen ist, kann Frostschutz „teuer“ werden: Zu hohe Pumpenleistungen oder dauerhaft laufende Zirkulationen erhöhen den Stromverbrauch, ohne den Komfort spürbar zu verbessern.

    Ein weiterer Punkt ist die Wärmeabnahme. Im Wintermodus Wärmepumpe sollte die Wärme möglichst ungehindert in die Heizflächen fließen. Häufige Fehler sind:

    • Viele Heizkreise/Heizkörper „zu“ oder stark gedrosselt
    • Fehlender hydraulischer Abgleich, wodurch einzelne Bereiche überversorgt und andere unterversorgt sind
    • Pufferspeicher falsch eingebunden, sodass unnötig hohe Temperaturen gefahren werden

    Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Wärmepumpe „kämpft“, ist das selten ein Zeichen von zu wenig Leistung. Oft ist es ein Zeichen, dass der Wintermodus Wärmepumpe gegen Systemwiderstände arbeitet, die sich durch eine saubere Einstellung und Hydraulik deutlich reduzieren lassen.


    Wintermodus Wärmepumpe: Schnell-Check und typische Fehlerbilder (mit Lösungen)

    Damit der Wintermodus Wärmepumpe nicht nur „läuft“, sondern effizient arbeitet, hilft eine strukturierte Kontrolle. Ziel ist nicht, jede Einstellung ständig zu verändern, sondern die wenigen, wirkungsvollen Stellschrauben sauber zu setzen und danach stabil zu lassen.

    Schnell-Check für den Winterbetrieb:

    1. Heizkurve plausibel?
      Räume werden gleichmäßig warm, ohne dass Thermostate permanent „zu“ regeln. Wenn es nur bei Frost knapp wird, eher leichtes Anheben statt große Sprünge.
    2. Taktung im Blick?
      Viele Starts pro Tag bei kurzen Laufzeiten deuten auf falsche Regelung, zu geringe Wassermenge, ungünstige Thermostatnutzung oder hydraulische Probleme hin.
    3. Heizstab wirklich nötig?
      Prüfen, ob der Zuheizer wegen echter Leistungsgrenzen läuft oder wegen Komfort- und Einstellungsproblemen (zu steile Heizkurve, Nachtabsenkung, falsche Zeitprogramme).
    4. Abtauung normal oder übermäßig?
      Bei Luft/Wasser: häufige Abtauungen können Standort, Luftführung, Vereisungsgrad oder Sensorik betreffen.
    5. Warmwasser sinnvoll priorisiert?
      Temperatur, Zeitfenster und Zirkulation so einstellen, dass Raumheizung nicht unnötig gestört wird.

    Typische Fehlerbilder im Wintermodus Wärmepumpe – und was dahintersteckt:

    • „Es ist warm, aber der Verbrauch explodiert“: meist zu hohe Vorlauftemperaturen, Heizstab oder dauernde Zirkulation.
    • „Räume schwanken, mal zu warm, mal zu kalt“: Heizkurve und Thermostatstrategie arbeiten gegeneinander; zusätzlich möglich: falsche Pumpen- oder Regelparameter.
    • „Außengerät vereist stark“: Aufstellung/ Luftwege/ Kondensatmanagement oder überforderte Abtau-Logik.
    • „Morgens dauert es ewig, bis es warm wird“: Nachtabsenkung zu stark, Heizkurve zu niedrig oder Wärmeabgabe begrenzt.

    Wenn Sie diese Punkte sauber abarbeiten, ist der Wintermodus Wärmepumpe kein Mysterium mehr, sondern ein planbarer Betriebszustand. Und genau das ist der Schlüssel: planbar, stabil, effizient.


    Fazit: Wintermodus Wärmepumpe richtig nutzen und entspannt durch die Heizsaison kommen

    Der Wintermodus Wärmepumpe verändert nicht nur ein paar Parameter – er verändert das gesamte Zusammenspiel aus Regelung, Wärmeverteilung, Abtau-Management und Komfortprioritäten. Im Winter zeigt sich, ob Heizkurve, Hydraulik und Zeitprogramme wirklich passen. Wer jetzt auf stabile, niedrige Vorlauftemperaturen, lange Laufzeiten und eine saubere Wärmeabnahme setzt, gewinnt gleich doppelt: mehr Behaglichkeit und weniger Stromverbrauch. Wer dagegen mit großen Temperatursprüngen, starkem Thermostat-Gegenregeln oder häufigem Heizstabeinsatz arbeitet, bezahlt das in der Heizperiode schnell und dauerhaft.

    Die wichtigste Handlungsempfehlung ist deshalb klar: Nutzen Sie den Wintermodus Wärmepumpe als Anlass für eine strukturierte Optimierung – nicht als Anlass für hektisches Nachstellen. Prüfen Sie Heizkurve und Warmwasserlogik, sorgen Sie für freie Luftwege und gutes Kondensatmanagement, und achten Sie auf Taktung sowie Zuheizeranteile. Wenn Sie dabei systematisch vorgehen, reichen oft wenige gezielte Anpassungen, um die Anlage deutlich ruhiger und effizienter laufen zu lassen.

    Der Winter muss für Wärmepumpen nicht „teuer“ sein. Mit dem richtig verstandenen und gut justierten Wintermodus Wärmepumpe wird er vor allem eines: zuverlässig.

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    Sebastian
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    Sebastian ist Redakteur beim Wärmepumpen Blog und steht für fachlich fundierte, praxisnahe Inhalte rund um Wärmepumpen. Er beschäftigt sich intensiv mit Planung, Auslegung und effizientem Betrieb – von der passenden Gerätewahl über Hydraulik und Regelung bis hin zu typischen Fehlerquellen in der Praxis. Seine Artikel sind klar strukturiert, verständlich geschrieben und helfen dabei, Angebote besser zu bewerten und technische Entscheidungen sicher zu treffen – sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung im Bestand.

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