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    Wärmepumpe im Altbau (bis 1949): Warum das Thema heute so relevant ist

    SebastianBy Sebastian20. Januar 2026Keine Kommentare11 Mins Read7 Views
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    Eine Wärmepumpe im Altbau (bis 1949) klingt für viele zunächst wie ein Widerspruch: dicke Außenwände, alte Fenster, verwinkelte Grundrisse, hohe Räume und ein Heizsystem, das oft auf hohe Vorlauftemperaturen ausgelegt war. Gleichzeitig steigen Energiepreise, fossile Heizungen werden unattraktiver und das Interesse an zukunftssicheren Lösungen wächst. Genau hier setzt die Wärmepumpe im Altbau an – nicht als Standardlösung „von der Stange“, sondern als technisch planbares System, das mit dem richtigen Vorgehen sehr gut funktionieren kann.

    Entscheidend ist, die grundsätzliche Eignung realistisch zu bewerten: Nicht jeder Altbau ist automatisch ungeeignet, und nicht jeder Altbau braucht sofort eine Komplettsanierung. In der Praxis zeigt sich: Wenn Wärmeverluste verstanden, die Heizflächen passend ausgelegt und die Anlage sauber dimensioniert werden, kann eine Wärmepumpe im Altbau effizient und komfortabel laufen. Der Schlüssel liegt weniger im Baujahr als in der Kombination aus Gebäudezustand, Wärmeverteilung und Betriebsstrategie.

    In diesem Artikel geht es daher nicht um pauschale Aussagen, sondern um eine klare, nachvollziehbare Einordnung: Welche typischen Eigenschaften haben Gebäude bis 1949, welche Mindestbedingungen sollte eine Wärmepumpe im Altbau erfüllen, welche Stellschrauben liefern den größten Effekt – und wie kommt man in sinnvollen Schritten zu einer belastbaren Entscheidung.


    Table of Contents

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    • Wärmepumpe im Altbau bis 1949: Typische Gebäudemerkmale und was sie bedeuten
    • Grundsätzliche Eignung: Wann eine Wärmepumpe im Altbau gut funktioniert
    • Der Gebäude-Check für die Wärmepumpe im Altbau: Diese Punkte entscheiden wirklich
    • Heizflächen und Vorlauftemperaturen: Der wichtigste Hebel für Wärmepumpe im Altbau
    • Welche Bauart passt? Luft, Erde oder Wasser bei Wärmepumpe im Altbau
    • Planung, Dimensionierung und Kosten: So wird Wärmepumpe im Altbau berechenbar
    • Umsetzung und Betrieb: Worauf es bei Wärmepumpe im Altbau im Alltag ankommt
    • Fazit: Wärmepumpe im Altbau bis 1949 ist möglich – mit System statt Bauchgefühl

    Wärmepumpe im Altbau bis 1949: Typische Gebäudemerkmale und was sie bedeuten

    Ein Gebäude bis 1949 ist konstruktiv oft grundlegend anders als ein Neubau. Für die Planung einer Wärmepumpe im Altbau ist das wichtig, weil Effizienz und Komfort stark davon abhängen, wie viel Wärme das Haus bei typischen Wintertemperaturen benötigt und wie diese Wärme in die Räume gelangt. Häufige Merkmale sind massive Außenwände (z. B. Ziegel, Naturstein), teils ohne durchgehende Dämmung, Holzbalkendecken, ungedämmte Dachbereiche (oder nur teilweise), und je nach Region Kellerdecken, die spürbar auskühlen. Gleichzeitig können massive Baustoffe auch Vorteile bieten: Sie puffern Temperaturspitzen und sorgen für ein stabiles Raumklima, wenn Feuchteführung und Lüftung stimmen.

    Heiztechnisch trifft man in dieser Baualtersklasse oft auf Radiatoren, manchmal sehr großzügig dimensioniert, manchmal aber auch knapp ausgelegt – je nachdem, wie im Laufe der Jahrzehnte umgebaut wurde. Hinzu kommen typische Schwachstellen wie Wärmebrücken, undichte Fugen, ältere Fenster, ungleichmäßige Raumtemperaturen und ein hoher Lüftungswärmeverlust. Für eine Wärmepumpe im Altbau ist das nicht automatisch ein K.-o.-Kriterium, es verschiebt nur die Prioritäten: Die Anlage muss so ausgelegt werden, dass sie mit möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen auskommt, ohne Komforteinbußen zu verursachen.

    Wichtig ist außerdem: „Altbau bis 1949“ bedeutet oft eine Mischung aus Originalsubstanz und späteren Modernisierungen. Ein Haus kann neue Fenster, ein gedämmtes Dach und optimierte Heizflächen haben – oder nahezu unverändert sein. Die Eignung der Wärmepumpe im Altbau hängt deshalb weniger vom Etikett „Altbau“ ab, sondern davon, wie die energetische Realität aussieht: Heizlast, Wärmeverteilung, Regelung, Luftdichtheit und die tatsächliche Nutzung.


    Grundsätzliche Eignung: Wann eine Wärmepumpe im Altbau gut funktioniert

    Die grundsätzliche Eignung einer Wärmepumpe im Altbau lässt sich auf eine zentrale technische Größe herunterbrechen: das benötigte Temperaturniveau im Heizbetrieb. Wärmepumpen arbeiten umso effizienter, je niedriger die erforderliche Vorlauftemperatur ist. Während klassische Kesselanlagen oft „Probleme wegheizen“, indem sie einfach höhere Temperaturen bereitstellen, muss eine Wärmepumpe im Altbau so geplant werden, dass die Wärme mit möglichst niedrigen Temperaturen in den Raum kommt. Das gelingt, wenn entweder die Heizflächen groß genug sind (z. B. größere Heizkörper, Flächenheizung) oder wenn die Wärmeverluste ausreichend reduziert wurden (z. B. Dach, Fenster, Kellerdecke, Luftdichtheit).

    Ein praxistauglicher Ansatz ist die Betrachtung in drei Eignungsstufen:

    • Sehr gut geeignet: Das Haus erreicht auch an kalten Tagen behagliche Raumtemperaturen bei moderaten Vorlauftemperaturen. Heizflächen sind ausreichend, Regelung ist sauber, Wärmeverluste sind reduziert.
    • Gut geeignet mit Anpassungen: Das Haus braucht punktuelle Maßnahmen, etwa einzelne Heizkörper vergrößern, hydraulischen Abgleich, Dämmung an gut zugänglichen Bauteilen.
    • Eingeschränkt geeignet ohne Konzept: Hohe Vorlauftemperaturen sind dauerhaft nötig, Heizflächen sind knapp, Wärmeverluste hoch. Hier braucht die Wärmepumpe im Altbau entweder klare Verbesserungen oder eine Hybridstrategie.

    Entscheidend ist: Eignung ist nicht „ja oder nein“, sondern ein Ergebnis aus Messung und Planung. Wer die Heizlast sauber ermittelt, die Heizkurve realistisch einstellt und die Wärmeabgabe optimiert, kann die Wärmepumpe im Altbau häufig in einen effizienten Bereich bringen. Besonders wichtig ist zudem die Dynamik: Ein Altbau ist nicht immer „kalt“, sondern oft ungleichmäßig temperiert. Genau hier spielt eine korrekt geregelte Wärmepumpe ihre Stärke aus, wenn das System hydraulisch passt und die Wärme gleichmäßig verteilt wird.


    Der Gebäude-Check für die Wärmepumpe im Altbau: Diese Punkte entscheiden wirklich

    Bevor über Geräte, Leistungsklassen oder Bauarten gesprochen wird, braucht eine Wärmepumpe im Altbau einen sauberen Gebäude-Check. Ziel ist nicht Perfektion, sondern Klarheit: Wo gehen die größten Wärmemengen verloren, welche Räume sind kritisch, und wie reagiert das Haus auf Kälteperioden? Ein schneller Blick auf den bisherigen Energieverbrauch hilft, ersetzt aber nicht die Heizlastberechnung. Gerade in Gebäuden bis 1949 gibt es häufig „versteckte“ Effekte: teilgedämmte Bauteile, nachträglich veränderte Grundrisse, geschlossene Kamine, neue Fenster ohne Lüftungskonzept oder feuchteempfindliche Bereiche.

    Eine praxiserprobte Checkliste für die Wärmepumpe im Altbau umfasst:

    • Dach/oberste Geschossdecke: oft eine der größten Stellschrauben; relativ gut nachrüstbar.
    • Fenster und Fugen: nicht nur U-Wert, sondern auch Luftdichtheit und Zugerscheinungen.
    • Kellerdecke/Boden: kalte Fußböden erhöhen Komfortansprüche und Heizbedarf.
    • Wärmebrücken und Feuchte: kritische Ecken, Außenwände hinter Möbeln, Laibungen; Feuchte muss vor Maßnahmen verstanden werden.
    • Heizflächen pro Raum: reicht die Fläche, um bei niedrigerer Vorlauftemperatur genug Leistung abzugeben?
    • Hydraulik/Verteilung: sind Stränge sauber abgeglichen, gibt es überversorgte und unterversorgte Bereiche?
    • Warmwasserbedarf: Anzahl Personen, Komfortanspruch, Zirkulation – relevant für Auslegung und Effizienz.

    Für die grundsätzliche Eignung der Wärmepumpe im Altbau zählt vor allem, ob sich die benötigten Vorlauftemperaturen senken lassen, ohne dass einzelne Räume dauerhaft „hinterherhinken“. Oft sind es nicht die Außenwände allein, sondern die Kombination aus Luftundichtheit, zu kleinen Heizflächen und fehlendem Abgleich, die eine Wärmepumpe unnötig in hohe Temperaturen zwingt. Wer diese Punkte strukturiert prüft, kann sehr genau ableiten, welche Maßnahmen wirklich notwendig sind – und welche nur „nice to have“ wären.


    Heizflächen und Vorlauftemperaturen: Der wichtigste Hebel für Wärmepumpe im Altbau

    Wenn es einen Bereich gibt, der über Erfolg oder Frust entscheidet, dann sind es Heizflächen und Vorlauftemperaturen. Eine Wärmepumpe im Altbau kann nur dann effizient arbeiten, wenn sie die benötigte Raumwärme bei möglichst niedriger Vorlauftemperatur bereitstellen darf. Viele Altbauten bis 1949 haben zwar Radiatoren, aber deren Eignung ist nicht pauschal schlecht. Häufig sind Heizkörper sogar erstaunlich groß dimensioniert, weil früher mit konservativen Annahmen geplant wurde. Problematisch wird es eher dort, wo Räume später umgebaut wurden, Heizkörper verkleinert wurden oder einzelne Zimmer „abgeklemmt“ wirken.

    Konkrete, praxisnahe Maßnahmen für eine Wärmepumpe im Altbau sind:

    • Heizkörper vergrößern oder ergänzen: In kritischen Räumen (Bad, Eckzimmer, Nordseite) bringt ein größerer Heizkörper oft mehr als eine großflächige Dämmmaßnahme, wenn das Budget begrenzt ist.
    • Flächenheizung partiell nachrüsten: Nicht immer im ganzen Haus nötig. Häufig reicht es, einzelne Bereiche mit hoher Komfortanforderung umzurüsten.
    • Hydraulischer Abgleich: Ohne Abgleich entstehen unnötig hohe Vorlauftemperaturen, weil „schwache“ Räume sonst nicht warm werden.
    • Heizkurve und Regelstrategie: Eine Wärmepumpe mag gleichmäßige Laufzeiten. Zu aggressive Nachtabsenkung oder ständiges Takten kostet Effizienz.
    • Dämmung der Verteil- und Anschlussleitungen: reduziert Verluste und verbessert das Regelverhalten.

    Ein anschauliches Praxisbeispiel: In einem typischen Altbau bis 1949 sind zwei Räume im Erdgeschoss kühl, während andere Räume überheizen. Häufig liegt das an einer ungünstigen Verteilung, falschen Ventileinstellungen oder fehlendem Abgleich. Wird hier optimiert und in den zwei kritischen Räumen die Heizfläche moderat erhöht, kann die Wärmepumpe im Altbau mit einer deutlich niedrigeren Vorlauftemperatur laufen. Das senkt Stromverbrauch, erhöht Komfort und reduziert Geräusch- sowie Verschleißbelastung durch kürzere Spitzenlastphasen. Kurz gesagt: Heizflächen sind bei der Wärmepumpe im Altbau kein Detail, sondern die Hauptbedingung für Effizienz.


    Welche Bauart passt? Luft, Erde oder Wasser bei Wärmepumpe im Altbau

    Nicht jede Wärmepumpenart passt gleichermaßen gut zu einem Altbau bis 1949. Die Wärmepumpe im Altbau muss zum Grundstück, zur Schallsituation, zur baulichen Machbarkeit und zur gewünschten Effizienz passen. Grundsätzlich sind drei Varianten relevant: Luft/Wasser, Sole/Wasser (Erdwärme) und Wasser/Wasser. Jede hat typische Stärken und Einschränkungen, die im Altbau besonders spürbar sind.

    Eine kompakte Vergleichstabelle für die Wärmepumpe im Altbau:

    VarianteStärken im AltbauTypische HerausforderungenGeeignet, wenn…
    Luft/Wasserschnelle Umsetzung, meist geringerer Invest, flexibel nachrüstbarEffizienz sinkt bei sehr kalter Außenluft; Schall/Standort wichtigGrundstück/Bohrung schwierig, schnelle Modernisierung gewünscht
    Sole/Wasser (Erdwärme)sehr stabile Effizienz, leise im Betrieb, gute WinterperformanceErdarbeiten/Bohrungen, Genehmigungen, höhere Investitionlangfristige Lösung, Platz/Geologie passend, hoher Effizienzanspruch
    Wasser/Wassersehr hohe Effizienz möglichWasserqualität, Genehmigungen, Brunnenbaugeeignete Wasserquelle und Genehmigungsfähigkeit vorhanden

    Für die Wärmepumpe im Altbau ist häufig Luft/Wasser die erste Wahl, weil sie ohne Erdarbeiten realisierbar ist. Damit sie im Bestand effizient läuft, müssen Heizflächen und Regelung besonders stimmig sein. Erdwärme kann im Altbau einen Effizienzvorteil liefern, weil die Quelltemperaturen stabiler sind – das hilft gerade dann, wenn das Heizsystem nicht extrem niedrige Vorlauftemperaturen erreicht. Wasser/Wasser ist technisch attraktiv, aber in der Praxis stark von lokalen Bedingungen abhängig.

    Wichtig ist zudem die Standortfrage: Bei der Wärmepumpe im Altbau spielt Schallschutz eine größere Rolle, weil Grundstücke dichter bebaut sein können und Außenaufstellung klug geplant werden muss. Auch Leitungswege, Kondensatführung, Frostschutz und die Einbindung in vorhandene Heizkreise beeinflussen die Eignung. Wer die Bauart nicht nur nach Prospektwerten, sondern nach realen Rahmenbedingungen auswählt, vermeidet spätere Kompromisse.


    Planung, Dimensionierung und Kosten: So wird Wärmepumpe im Altbau berechenbar

    Eine Wärmepumpe im Altbau sollte nicht über den Daumen dimensioniert werden. Überdimensionierung führt häufig zu Takten, unnötigem Verschleiß und höheren Kosten; Unterdimensionierung kann Komfortprobleme erzeugen und die Vorlauftemperaturen nach oben treiben. Die Grundlage ist eine belastbare Heizlastberechnung, ergänzt durch eine Betrachtung der Warmwasserbereitung und der realen Nutzungsprofile. Gerade in Häusern bis 1949 können Verbrauchsdaten irreführend sein, weil alte Kessel ineffizient waren, Räume unterschiedlich genutzt wurden oder Zusatzheizer im Einsatz waren.

    Typische Kostentreiber und Planungsentscheidungen bei der Wärmepumpe im Altbau sind:

    • Anpassung der Heizflächen: Austausch/Erweiterung von Heizkörpern, Ventile, ggf. Teilflächenheizung.
    • Hydraulik und Regelung: Abgleich, Pumpen, Mischerstrategien, sinnvolle Puffereinbindung (nicht automatisch „viel hilft viel“).
    • Schallschutz und Aufstellort: Fundament, Entkopplung, Leitungsführung, Abstand zu sensiblen Bereichen.
    • Elektroarbeiten: Absicherung, Zählerkonzept, ggf. Lastmanagement.
    • Warmwasser und Zirkulation: Speichergröße, Hygienekonzept, Zirkulationsverluste minimieren.

    Auch die Betriebskosten werden planbar, wenn die Systemtemperaturen im Blick sind. Eine Wärmepumpe im Altbau profitiert stark von niedrigen Vorlauftemperaturen, weil dann die Effizienz steigt und die Stromkosten sinken. Zusätzliche Optionen wie Photovoltaik, ein passender Stromtarif oder intelligentes Zeitmanagement können die Wirtschaftlichkeit verbessern, ersetzen aber nicht die thermische Grundlage.

    Förderungen können die Investition deutlich beeinflussen, allerdings sollten Entscheidungen nicht ausschließlich daran ausgerichtet werden. Eine sauber geplante Wärmepumpe im Altbau bleibt auch dann sinnvoll, wenn sich Rahmenbedingungen verändern, weil sie auf Effizienz, Komfort und Betriebssicherheit basiert. Der beste Ansatz ist deshalb: erst Technik und Gebäude zusammenbringen, dann Kosten- und Förderlogik darauf aufsetzen.


    Umsetzung und Betrieb: Worauf es bei Wärmepumpe im Altbau im Alltag ankommt

    Die Installation ist nur die halbe Miete. Im Alltag zeigt sich, ob die Wärmepumpe im Altbau wirklich zu niedrigen Temperaturen, gleichmäßiger Wärme und akzeptablen Stromkosten führt. Typische Erfolgsfaktoren sind ein ruhiger, kontinuierlicher Betrieb, eine sauber eingestellte Heizkurve und ein System, das ohne große Temperaturspitzen auskommt. Gerade im Altbau ist es sinnvoll, den ersten Winter als „Einregelphase“ zu betrachten: Einstellungen werden nachjustiert, Räume bewertet, und die Anlage wird auf das reale Verhalten des Gebäudes abgestimmt.

    Wichtige Punkte für den stabilen Betrieb einer Wärmepumpe im Altbau:

    • Heizkurve korrekt einstellen: Zu steil bedeutet unnötig hohe Vorlauftemperatur; zu flach führt zu kühlen Räumen. Ziel ist der niedrigste Wert, der Komfort sicherstellt.
    • Konstante Raumtemperaturen bevorzugen: Häufige starke Absenkungen sind im Altbau oft kontraproduktiv, weil das Wiederaufheizen hohe Temperaturen erfordert.
    • Warmwasser optimieren: Sinnvolle Temperaturen und Zeitfenster wählen, Zirkulation minimieren und Verluste reduzieren.
    • Strömungsgeräusche und Hydraulik: Rauschen, Pfeifen oder ungleichmäßige Wärme weisen oft auf Abgleich- oder Ventilthemen hin.
    • Schall im Außenbereich prüfen: Aufstellort, Reflexionen an Wänden und Entkopplung sind entscheidend.
    • Extremkalte Tage realistisch planen: Bei Bedarf kann ein Zusatzheizer oder eine Hybridstrategie sinnvoll sein, aber als Ausnahme – nicht als Dauerlösung.

    Ein Altbau bis 1949 reagiert oft träger als moderne Gebäude. Das ist kein Nachteil, wenn die Wärmepumpe im Altbau darauf eingestellt wird: längere Laufzeiten, weniger Spitzen, gleichmäßige Wärmeabgabe. Wer außerdem ein einfaches Monitoring nutzt (z. B. Verläufe von Vorlauf, Rücklauf, Außentemperatur und Verbrauch), erkennt früh, ob die Anlage in unnötig hohe Temperaturen gedrückt wird. Genau diese Betriebsdisziplin macht aus einer technisch möglichen Lösung eine dauerhaft überzeugende Wärmepumpe im Altbau.


    Fazit: Wärmepumpe im Altbau bis 1949 ist möglich – mit System statt Bauchgefühl

    Die zentrale Erkenntnis lautet: Eine Wärmepumpe im Altbau (bis 1949) ist grundsätzlich sehr oft machbar, aber selten ein Projekt, das man ausschließlich über Geräteauswahl entscheidet. Die Eignung hängt vor allem davon ab, wie niedrig die benötigte Vorlauftemperatur im Alltag gehalten werden kann und ob die Wärmeverteilung im Haus sauber funktioniert. Baujahr und Baustil liefern Hinweise, sind aber nicht der maßgebliche Beweis. Maßgeblich sind Heizlast, Heizflächen, Hydraulik, Luftdichtheit und die konkrete Nutzung.

    Wer die Wärmepumpe im Altbau erfolgreich umsetzen will, sollte in klaren Schritten vorgehen: erst den Gebäude- und Heizsystem-Check, dann die Heizflächenbewertung pro Raum, danach eine belastbare Dimensionierung und schließlich eine Umsetzung mit Fokus auf Abgleich und Regelung. Viele Altbauten bis 1949 brauchen keine perfekte Komplettsanierung, um eine Wärmepumpe sinnvoll zu betreiben. Häufig reichen gezielte Maßnahmen an den richtigen Stellen: ein paar kritische Heizkörper, eine optimierte Verteilung, eine durchdachte Heizkurve, gut gedämmte Leitungen und ein stimmiges Warmwasserkonzept.

    Wenn Sie aktuell unsicher sind, ob eine Wärmepumpe im Altbau bei Ihnen funktioniert, ist die beste Handlung nicht „weiter spekulieren“, sondern „systematisch prüfen“: Heizlast ermitteln lassen, Vorlauftemperaturen realistisch bewerten, kritische Räume identifizieren und die Stellschrauben priorisieren. So entsteht eine Entscheidung, die nicht auf Vermutungen basiert, sondern auf technischen Fakten – und genau dann wird die Wärmepumpe im Altbau von einer Idee zu einer dauerhaft komfortablen und wirtschaftlichen Lösung.

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    Sebastian
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    Sebastian ist Redakteur beim Wärmepumpen Blog und steht für fachlich fundierte, praxisnahe Inhalte rund um Wärmepumpen. Er beschäftigt sich intensiv mit Planung, Auslegung und effizientem Betrieb – von der passenden Gerätewahl über Hydraulik und Regelung bis hin zu typischen Fehlerquellen in der Praxis. Seine Artikel sind klar strukturiert, verständlich geschrieben und helfen dabei, Angebote besser zu bewerten und technische Entscheidungen sicher zu treffen – sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung im Bestand.

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